Einfach mal abtauchen

in eine Welt voller Gefühl, Abenteuer und Spannung

 
Diesem Motto folge ich schon seit vielen Jahren.
Die Liebe zu Büchern wurde mir buchstäblich in die Wiege gelegt, genau wie das Schreiben. 
So wie mein Großvater und meinVater dachte auch ich mir schon früh meine eigenen kleinen Geschichten aus. 
Irgendwann nicht nur im Kopf, sondern auch auf Papier. 
Heute schreibe ich große Geschichten. 

Die wöchentliche Gesprächsrunde


Wir haben heute die Hamburger Autorin Szosha Kramer zu Gast und möchten mit ihr über ihre Romane sprechen. 

Guten Tag Frau Kramer und herzlich willkommen.

Vielen Dank. Ich freue mich, bei Ihnen zu sein.


Sie haben bisher sechs Liebesromane und den ersten Band einer Kurzgeschichtensammlung veröffentlicht. Warum schreiben Sie über die Liebe?

Ein schöner Liebesroman ist das beste Mittel, um dem täglichen Stress für eine Weile zu entkommen. Für mich ist das immer wie Urlaub im Kopf. 


Aber braucht man dafür unbedingt ein Buch?

Nein. Natürlich kann man auch mit einem guten Film abschalten, ich liebe Filme sogar. Das Lesen aber aktiviert das eigene Kopfkino und dort entstehen immer noch die besten Filme. 


Hier bei uns werden Liebesromane immer noch gern milde belächelt.

Ja, und deren Leser – leider. Ich selbst habe im Bekannten- und Kollegenkreis Leute, die behaupten: »Ich bevorzuge einen spannenden Krimi. So etwas Banales wie einen Liebesroman lese ich nicht«. Und dann erwischt man sie in der Bahn oder am Strand genau mit dieser Art Büchern. 


In vielen Liebesromanen spielt die Erotik eine große Rolle. Finden wir bei Ihnen auch solche pikanten Details?

Nein. Pikante Details oder die explizite Beschreibung von Erotik werden Sie in meinen Romanen nicht finden. Ein kurzer Blick ins Schlafzimmer ist erlaubt, aber dann schließt sich die Tür. 


Sie verwickeln Ihre Figuren meist in einen Kriminalfall. Warum schreiben Sie keine richtigen Krimis?

Der eigentliche Kriminalroman liegt mir einfach nicht. Das überlasse ich lieber anderen, die es deutlich besser können als ich. Und außerdem sind Krimis auch nichts anderes als Happy End-Geschichten. Es geschieht etwas, es wird ein Ziel verfolgt und am Ende wird alles gut. Hier wird der Täter gefasst und verurteilt und dort finden sich zwei Liebende.


Aber ist das Schreiben eines Krimis nicht sehr viel arbeitsintensiver?

Auch das Schreiben eines Liebesromans ist harte Arbeit, wenn man eben nicht nur ein Klischee bedienen will. Für eine glaubwürdige und interessante Handlung muss man akribisch Recherchen betreiben. Stellen Sie sich vor, Sie lesen in einem Roman aus dem 17. Jahrhundert über Gegenstände, die erst im 19. Jahrhundert erfunden wurden. Ein Autor, dem seine Leser und seine Geschichten wichtig sind, wird genau das vermeiden. 


In Ihrer Vita heißt es, Sie haben schon früh angefangen, zu Schreiben. Ihr erster Roman erschien aber erst 2015.

Naja, es waren nur kindliche Kurzgeschichten. Als Erwachsene habe ich keine Zeit dafür gehabt. Meinen ersten Roman schrieb ich dann während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Ich bin Angestellte bei der Hamburger Kriminalpolizei und wir mussten damals Schichtdienst leisten. Die Nächte waren für mich hart, da absolut ungewohnt. Ich hielt mich damit wach. Tja, und da ist dann die Leidenschaft fürs Schreiben wiedererwacht. Irgendwann erzählte ich meiner Mutter von meinem neuen Hobby. Sie hat alles gelesen und mich gedrängt, sie zu veröffentlichen. 


Wie viel Zeit benötigen Sie für einen Roman?

Da ich "nebenbei" ganztägig berufstätig bin, Familie und Freunde auch noch ihre berechtigten Ansprüche an mich stellen, brauche ich mehrere Monate.


Sie sind Selfpublisherin, also machen alle anfallenden Arbeiten selbst. 

Vom Korrektorat und Lektorat über Covererstellung und Klappentext bis hin zur Werbung. Das ist viel Arbeit, wenn man bedenkt, dass ein Verlag mehrere Mitarbeiter für diese Art Aufgaben beschäftigt. 


Die meisten Ihrer Kollegen schreiben entweder historische oder zeitgenössische Romane. Sie legen sich da offensichtlich nicht fest. Bei Ihnen findet man sogar einen Science-Fiction Roman.

Ich bin auch als Leserin auf kein sogenanntes Untergenre festgelegt. In meiner privaten Bibliothek stehen Jane Austen und Kathleen E. Woodiwiss neben Nora Roberts und Sandra Brown und dazwischen ein paar sehr schöne Fantasyromane. In meiner Filmothek findet man Liebesfilme und die Weltraum-Abenteuer von Star Trek, Star Wars, Raumschiff Orion und Fireflight Seite an Seite mit dem Kleinen Lord und Das 10. Königreich. Ich liebe diese Abwechslung und die findet sich somit auch in meinen eigenen Romanen wieder. Jeder neue Roman ist dahin gehend eine Überraschung und diese Vielfalt möchte ich mir auch erhalten.


Verraten Sie uns, wohin die nächste Reise geht und was den Leser dort erwartet?

Gern. Ins viktorianische England. Zwei alte Märchen ineinander verwoben und neu erzählt. Ein zauberhaftes historisches Liebesmärchen. Und dann schwirren in meinem Kopf schon Ideen für eine zweite Sternenballade und einen zweiten Kenai-River herum. Sie nehmen gerade Gestalt an, aber da ich nicht plane oder plotte, wie man es nennt, weiß ich noch nicht so genau, wohin die Reise gehen wird.


Dann bleiben wir gespannt. Danke für das Interview.

Ich danke Ihnen.

 

Anmerkung: Dieses Interview ist natürlich rein fiktiv, aber sollte es einmal zu einem echten Interview kommen, würde ich genauso antworten.